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Individualpsychologie + christliche Lehre

Die von Alfred Adler (1870-1937) begründete Individualpsychologie ist eine psychologische Theorie und Methode, die den sozialen Bedingungen, unter denen menschliche Ent-wicklung sich vollzieht, besondere Aufmerksamkeit widmet. Im Unterschied zu Sigmund Freud (1856-1939) sieht Adler den Menschen nicht ausschließlich durch Triebe gesteuert, sondern als entscheidungsfähiges, relativ frei handelndes  Wesen. Der Spielraum seines Handelns ist zwar durch vorgegebene  Bedingungen (seine Anlagen, das soziale Umfeld und die entsprechende sozioökonomische Lage wie auch die Erziehung in der Familie und ihre religiöse, politische Weltanschauung) eingeschränkt; dennoch besitzt der Mensch prinzipiell das Potential, sein Handeln  aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.  Er kann sich in jeder Lebenslage frei entscheiden, wie er sich verhält, was er denkt, ja sogar was er fühlt.

Er trifft aber seine Entscheidungen, wenn auch meist unbewusst, im Hinblick auf bestimmte Zielvorstellungen. Er will letztendlich mit seinem Verhalten etwas Bestimmtes erreichen, zuallererst Anerkennung und möglichst Liebe. Menschliches Verhalten ist also immer zielgerichtet. Um das Verhalten eines einzelnen Menschen zu verstehen, seine ganz eigene 'private Logik', ist es wichtig, diese persönlichen Zielvorstellungen zu erforschen.  Nicht immer sind die Ziele sinnvoll. Die Frage ist: Müssen die Ziele geändert werden oder das Verhalten, damit ich glücklicher werde? 

Im Laufe der Jahre habe ich gespürt, dass diese psychologische Basis und mein christlicher Glaube immer mehr verschmelzen. "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" - und fange bei Dir an! Denn nur dann, wenn Du für Dich, demjenigen Geschöpf Gottes, das Dir am nächs-ten ist, Zuneigung und Liebe, Achtung und Wertschätzung aufbringen kannst, kannst Du das Gespür dafür entwickeln, was auch der andere braucht. Nur dann wirst Du weicher re-agieren, im Herzen weiter, friedensliebender sein, weil Du selbst zu-frieden in Dir bist. Nur dann kannst Du als eine Person, der andere Menschen anvertraut sind, diese wirklich positiv prägen, weil sie in Dir ein Vorbild, ein Modell haben, das zeigt, wie es geht und auch, dass Selbstachtung und die Wertschätzung  anderer sich nicht ausschließen, ganz im Gegenteil. Das Wohl des anderen, ja möglichst aller Menschen im Auge zu behalten, war das Leitmotiv von Alfred Adler, wenn er von 'Gemeinschaftsgefühl' sprach, eine zutiefst christliche Überzeugung.